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Mach es Dir leicht und hör den Artikel beim Lesen mit.

  • Kannst Du gut bei Dir bleiben? Oder verlierst Du Dich viel zu leicht in Anderen?
  • Verschwimmen fremde Gefühle mit Deinen Eigenen? So das Du nicht mehr klar zuordnen kannst, was zu Dir gehört und was nicht?
  • Hast Du oft große Probleme Dich abzugrenzen und nimmst viel zu viel von Anderen mit auch wenn Du das gar nicht willst? 
  • Und vergißt Du deswegen Deine eigenen Wünsche, Träume und Bedürfnisse, weil Du Dich selbst nicht mehr spüren kannst? 
  • Lässt Du Dir oft Irgendwas von Anderen anhängen und trägst die Wut, den Ärger oder die Traurigkeit mit Dir rum und Andere reagieren nicht mehr auf Dich, sondern auf das was Du mit Dir herum trägst?
Foto © ArTo – Fotolia.com

Und frustriert es Dich zunehmend, weil Du bei Dir bleiben willst und keinesfalls mehr für die schlechte Energie von Anderen zur Verfügung stehen möchtest? Weil Du nicht mehr massiv mitschwingen willst, wenn Dir Probleme erzählt werden oder hast Du echt keine Lust mehr darauf, die Gefühle zu fühlen, die Andere selbst nicht bereit sind zu fühlen. Möchtest Du Dich besser abgrenzen und trotzdem tiefgehende Gespräche führen können? 

 

„Ja, es ist tatsächlich möglich Dich abzugrenzen und in Deiner Energie zu bleiben, auch wenn es Jemandem schlecht geht und er oder sie Dir davon erzählt. Lese weiter unten meinen besten Tipp, um Dich besser abgrenzen zu können und klarer zu erkennen, was Dein Gefühl ist und welches eben nicht.“  

Erfahre in diesem BLOG-Artikel warum für Deine Abgrenzung die Frage „Wie geht es Dir?“ so wichtig ist und weswegen Du sie keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen solltest.

Du hast bestimmt schon tausend Mal auf die Frage „Wie geht es Dir?“ mit „Gut.“ geantwortet und diese Antwort genauso oft zurück erhalten, oder? Und bist dann schnell zur Tagesordnung übergegangen? Vielleicht warst Du auch erleichtert dieses Thema schnell zu erledigen und Dich ‚Wichtigerem‘ zu widmen?

Oder hast es zu oft erlebt, das Jemand diese Gelegenheit genutzt hat, um Dir seinen oder ihren ganzen Müll vor die Füsse zu kippen. Und vielleicht wolltest Du das möglichst schnell eindämmen, weil Du nicht die ganze Negativität abkriegen wolltest. Oder vielleicht wusstest Du Dich auch gar nicht deutlich genug zu wehren und hast notgedrungen zugehört, obwohl Du das Alles gar nicht hören wolltest?

Und ja natürlich gibt es viele Menschen, die es ausnutzen, wenn sich Jemand höflich nach ihrem Wohlbefinden erkundigt und Dir ihren ganzen Frust, ihre Probleme und ihren Ärger erzählen, nur um ihn selbst los zu sein, ohne Verantwortung zu übernehmen und sich um Lösungen zu bemühen. Ja, es gibt Menschen denen geht es immer schlecht und die haben kein Interesse an Dir, wollen nicht wissen, wie es Dir geht, sondern nur das Alles los werden, was sie selbst beschäftigt. Das sind Menschen, die sich nicht genug um sich selbst kümmern und sich deswegen auch nicht um Dich kümmern. Die gar nicht damit umgehen können, wenn es Dir auch mal schlecht geht und meist fragen sie Dich gar nicht danach, wie es Dir geht, sondern sie sind komplett mit sich beschäftigt und Alles Andere überfordert sie nur noch mehr.

Wenn Du Dich selbst mit Dir überfordert fühlst, wenn Du kaum hinhören kannst, es kaum ertragen kannst, wenn Dir Jemand von seinen Problemen erzählt, dann wäre es erstmal dringend notwendig Dich selbst zu detoxen. Deinen eigenen Frust aufzuräumen, um wieder klarer in Dir zu werden. Damit Du überhaupt in der Lage bist Dich sinnvoll zu verbinden. Dafür bietet Dir die 7 Tage Frust loslassen Challenge eine Möglichkeit, um Deinen Frust loszulassen ohne Andere damit zu überlasten und Du kannst die Challenge auch gern an Menschen empfehlen, die Dich ständig mit ihren Problemen zuschütten ohne auch nur ein einziges Mal auf die Idee zu kommen Dich zu fragen, wie es Dir geht. 

→→→ Hier kannst Du Dich kostenfrei für die Challenge anmelden.

 „Mein bester Tipp für Deine Abgrenzung lautet:

Frag Dich selbst jeden Tag zuerst wie es Dir geht. Sei aufmerksam mit Dir und fühl Dich in Dich ein bevor Du in den Kontakt mit Anderen gehst.“ 

Mach es Dir zur Angewohnheit möglichst morgens bevor Du in den Tag startest Dich mit Dir selbst zu unterhalten, um herauszufinden was Dich beschäftigt, wie Du Dich fühlst, weshalb Du gerade mega-glücklich bist oder warum Du Dich traurig fühlst.

Wenn Du weißt, wie es Dir selbst geht, kannst Du in Gesprächen mit Anderen sehr viel leichter erkennen, wenn sich Deine Gefühlslage verändert, wenn Du aus Deiner Energie kippst oder Dich plötzlich traurig fühlst, obwohl Du dafür zur Zeit gar keinen Grund hast. Und sobald Du das realisierst, kannst Du Dich leichter abgrenzen, Du bleibst viel mehr bei Dir, weil Du deutlich spürst „Aha, hier hat sich gerade etwas verändert.“ und kannst diese Veränderung loslassen, weil sie gar nicht zu Dir gehört.

Und natürlich kannst Du Deine Wahrnehmung ausdrücken und Deinen Gesprächspartner oder Deine Gesprächspartnerin fragen, ob er oder sie gerade traurig ist oder besonders glücklich? Wir empfinden es als aufmerksam, wenn wir gesehen und unsere Gefühle wahrgenommen werden.

 

„Ich selbst musste genau das lernen und immer genau wissen wie es mir geht, um überhaupt als COACH arbeiten zu können, um nicht Irgendwelche Emotionen aus den Gesprächen mitzubringen oder fremde Gefühle zu übernehmen und sie selbst zu leben. Es war entscheidend mich abgrenzen zu können, sonst ist COACHING gar nicht möglich, weil wir nicht aus dem Spiegel gehen, sondern letztendlich nur Beratung bieten, eine Methode weitergeben oder eben genau das machen, was ein normales Gespräch auch kann. Deswegen ist diese Qualität des Abgrenzens so wichtig und wir können sie natürlich für jeden Bereich des Lebens gut gebrauchen, um nicht ständig Irgendwas Fremdes mit uns herumzuschleppen.“

 

Dazu eine Beispiel-Situation wie wir viel zu schnell etwas aufnehmen, uns eine Emotion anhängen lassen, die uns gar nicht entspricht:

Während ich diesen Artikel schreibe, fällt mir eine Situation ein, die das Anhängen von Gefühlen noch mal sehr deutlich macht. Es ist schon etwas her, als ich mit meinem Lebenspartner unterwegs war und er noch Irgendwas bei einer Tankstelle besorgen wollte. Ich hielt also an, er stieg aus und ich wartete nichts Böses ahnend im Auto.

Mein Lebenspartner war genauso wie ich früher ein wahrer Künstler im Aufnehmen von Gefühlen von Anderen und meist bemerkte er es selbst gar nicht oder zu spät. So auch bei dieser Gelegenheit. Denn als er sich wieder zu mir ins Auto setzte, brachte er eine riesige Wolke mit Ärger hinein und ich spürte regelrecht Wut in mir aufsteigen. Dabei lachte er und war ganz freudig, obwohl die Emotion, die er ausstrahlte ganz anders war.

So war zumindest gleich klar, das er sich etwas eingefangen hatte, das gar nicht ihm entsprach. Und er erzählte dann lachend, das sich gerade eine Frau lautstark in der Tankstelle aufgeregt hat und ihrer Wut freien Lauf ließ, tja, und er fand das zumindest solange lustig , bis ihm anhand meiner Reaktion bewusst wurde, das er sich diese Emotion voll hatte anhängen lassen. Und sie mit ins Auto brachte. Wir sind dann nochmal ausgestiegen, haben Luft durch das Auto ziehen lassen, haben uns Beide geschüttelt und waren die fremde Emotion los. Doch es bedarf immer wieder viel Aufmerksamkeit um zu erkennen, das da gerade ein Gefühl ausgelöst wird, das von Irgendwo ganz anders herstammt. Diese Situation verdeutlich nochmal wie wichtig es ist, bei sich selbst zu bleiben und Fremdes möglichst schnell loszulassen. Gerade Emotionales. Denn sonst reagieren Andere manchmal auf uns völlig anders, als wir das selbst erwarten.

 

Und wenn Du genau weißt, wie es Dir selbst geht, gelingt Dir das Erkennen und Loslassen von Fremdem sehr viel schneller und leichter.

Außerdem hast Du selbst eine klare und wirklich authentische Antwort parat, wenn Du gefragt wirst, wie es Dir geht. Wenn Du darüber sprichst, ermöglichst Du den Menschen, die sich mit Dir unterhalten, sich bewusst darauf einzustellen, wie es Dir wirklich geht. Sie werden nicht von Dir und Deinen Gefühlen überrannt ohne das sie sich schützen können, wenn sie es möchten und sie können viel offener und verbunden bleiben, wenn sie darauf vorbereit sind, was sie erwartet.

Ein „Ach, geht schon.“ ist dafür nicht ausreichend. Damit zeigst Du zwar, das Du Dich irgendwie gerade zusammen reißt, den Helden oder die Heldin spielst, doch eine klare Antwort ist sehr viel verantwortungsbewusster für einen guten Start in ein tolles Gespräch oder ein schönes Beisammen sein. 

Und willst Du auch wissen, wie es Anderen geht?

Fragst Du sie danach und gibst ihnen das Gefühl, das sie auch tatsächlich sagen dürfen, wie sie sich wirklich fühlen? Kannst Du Gefühle in Dir und auch bei Anderen erlauben und damit umgehen?

Vor fast 20zig Jahren hat mich ein sehr guter Freund für dieses Thema sensibiliert und ich bin ihm sehr sehr dankbar dafür. Denn er harkte nach, als ich wie immer auf die Frage „Wie geht es Dir.“ mit „gut.“ antwortete. Das genügte ihm jedoch nicht und fragte noch mal „Wie geht es Dir wirklich?“ Und genau das hat mir damals eine riesige Tür geöffnet. Denn als ich realisierte, das er wirklich wissen wollte, wie es mir geht, bemerkte ich, das ich das selbst gar nicht wusste. Das ich mir darüber keinerlei Gedanken gemacht hatte, weil ich bis dahin noch nicht erlebt hatte, das das Irgendwen interessiert. Das das eine Rolle spielte und es war ein so gutes Gefühl, das es das nun tat. Das es plötzlich Jemandem wichtig war, wie es mir geht und wie ich mich fühlte.

Damals war ich völlig perplex, weil ich keine Antwort geben konnte, doch ich entspannte mich innerlich, weil es mir zeigte, das es mir auch mal schlecht gehen darf, das ich auch mal frustriert sein darf oder total euphorisch und glücklich oder zufrieden. Etwas was ich aus meiner Kindheit so gar nicht kannte, da waren Emotionen überhaupt nicht gern gesehen und wurden oft übergangen oder bestraft. Und ich hatte als Kind lernen müssen mein Temperament und mein Lachen, meine Lebensfreude und meine Spontanität zu verbergen, sie zu unterdrücken und es war durchaus nicht so leicht aus dieser Kontrolle wieder in eine Öffnung zu kommen und meine Emotionen und Gefühle auch mit Anderen zu teilen.

Wie geht Dir das? Wie wurdest Du erzogen?

Durftest Du lebensfroh und freudig sein oder musstest Du genauso wie ich lernen Deine lebendigen Impulse zu kontrollieren und vielleicht fällt Dir der Umgang damit deswegen noch heute schwer? Und wünschst Du Dir damit leichter umgehen zu können?  

Ein wichtiger Schritt in einen besseren Umgang mit Deinen Emotionen, ist das sprechen über Deine Gefühle zu trainieren. Mit Dir selbst und mit Anderen. Dich regelmäßig in Dich einzufühlen und Dir Deine Gefühle auch zu erlauben, damit sie Dich nicht selbst überrennen, wenn sie doch Irgendwann aus Dir heraus platzen oder Du sie bei Anderen nur abladen willst. Dieses Training braucht Zeit und viel Aufmerksamkeit von Dir. Aber es lohnt sich sehr, denn Du kommst viel besser an Dich selbst heran und kannst Dich viel tiefer und gefühlvoller mit Anderen verbinden. Tiefsinnigere Gespräche führen und wirst nachfühlbarer für Andere und kannst Dich in Andere einfühlen ohne das es Dich umhaut. 


Wie könnte nun Deine Antwort auf die Frage „Wie geht es Dir.“ lauten:

 z.B.: Ich bin gerade traurig, weil z.B. mein Hund gestorben ist oder ich eine Absage für meinen Traumjob erhalten habe oder die Frau meiner Träume einen Anderen hat oder mein Mann mir gestern nicht die Aufmerksamkeit geschenkt hat, die ich mir gewünscht hätte. Oder oder oder.

Oder ich bin gerade sehr zufrieden mit mir, weil….. oder wütend, weil dies oder Jenes nicht so geklappt hat, wie ich wollte….. oder ich habe mich vorhin geärgert, weil….. ich freue mich gerade über dieses oder jenes tolle Erlebnis…. usw.

Das sind klare Antworten mit denen wir Alle sehr viel anfangen können, wo wir mitfühlen können ohne das es zuviel für uns ist. Auf diese echten Antworten können wir erleichtert eine Kommunikation aufbauen, die Verbindung ermöglicht und trotzdem nicht unterschwellig etwas mitschwappt in unseren Worten, das wir selbst nicht sehen oder uns erlauben zu fühlen. 

 

Und vielleicht kannst Du auch für Jemanden eine Türöffnerin oder ein Türöffner sein und fragst einfach nochmal genauer nach, wenn Dir gegenüber Jemand sagt „gut geht es mir.“, vielleicht fragst Du noch genauer nach und gibst Deinem Gegenüber so die Möglichkeit darüber noch mal nachzudenken und sich einzufühlen! Und vielleicht ermöglicht Dir genau das mehr bei Dir zu bleiben. Nicht mehr irgendwas wahrzunehmen, was vielleicht ganz anders ist, sondern Dich leichter abzugrenzen und ein wirklich tiefsinniges Gespräch zu führen ohne das es Dich oder den Anderen oder die Andere belastet.

Und noch ein Tipp dazu:

Setze ganz genau die Frage „Wie geht es Dir?“ ein. Denn sie ist offen und erlaubt es Dir oder Deinem Gegenüber darauf vielfältig und ganz individuell zu antworten. Ein „Na, alles klar?“ oder ein „Geht’s Dir besser?“ ist eine geschlossene Frage und beide Beispiele beinhalten bereits eine Interpretation oder Ausrichtung in die Richtung, wie die Antwort bitte möglichst lauten soll. Wir können darauf nur mit einem Ja oder eben mit etwas Anstrengung auch mit einem Nein antworten, doch wir kommen gar nicht dazu wirklich zu sagen, was uns bewegt. Deswegen ist auch die Art, wie wir fragen von entscheidener Bedeutung. 

Das Klären der Gefühlslage oder der momentanen Stimmung von uns selbst und von unserem Gesprächspartner oder unserer Gesprächspartnerin ermöglicht uns insgesamt einen viel leichteren Umgang mit unseren eigenen und mit den fremden Gefühlen.

Deswegen ist die Frage „Wie geht es Dir.“ für das ganze folgende Gespräch so bedeutungsvoll und wenn wir sie auf die leichte Schulter nehmen, sie übergehen, sie nicht ehrlich beantworten, vergeben wir uns gleich zu Beginn die Chance auf eine wirklich echte und weiterbringende Verbindung und es wird sehr viel schwieriger uns von den fremden Gefühlen abgrenzen zu können.


Wenn Du Dich leichter abgrenzen willst und gefühlvoll und nachfühlbar kommunizieren möchtest ohne das Dich die Emotionen überrennen, beachte diese 3 Schritte:


1.

Sei Dir bewusst, wie Du Dich selbst fühlst und kläre regelmäßig Dein eigenes Befinden.

2.

Finde heraus, wie es den Anderen geht. Frage sie und zeige echtes Interesse, denn so kannst Du mit ihren Emotionen leichter umgehen.

3.

Sei Dir bewusst, das die Klärung der momentanen Stimmung und Gefühlslage wichtig für jedes Gespräch ist und lege großen Wert darauf, das gerade zu Beginn einer Unterhaltung die Emotionen ausgesprochen werden. 

Ich freue mich auf Deine Kommentare, wie gut Du mit Deinen und mit fremden Emotionen umgehen kannst und ob Du ausdrückst, in Worte fasst, wie Du Dich fühlst. Oder ob es Dir noch schwer fällt Deine Gefühle mit Anderen zu teilen und Dir zu erlauben, das es Dir mal so richtig schlecht geht oder auch ganz besonders gut. 

Sandra Carmen

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Sieh Dir hier im Video die 3 Schritte für Deine Abgrenzung an:

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