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Mach es Dir leicht und hör den Artikel beim Lesen mit.

Erfahre in diesem Artikel, was Du Dir selbst antust, wenn Du lächelst, obwohl Dir in Wirklichkeit zum Heulen zu Mute ist.

Wie Andere auf Dich reagieren, wenn Du Dich verstellst und warum es für Dich so wichtig ist Dir Deinen Frust zu erlauben und genau hinzusehen, was Dich belastet. Und was Dich frustriert.

Mein Name ist Sandra Carmen Gardlo und ich schreibe hier für Dich, weil ich Dich stark, satt, selbstbestimmt und zufrieden sehen will. Und dafür ist es erstmal wichtig Dir Deinen Frust genau anzusehen. 

Darf es Dir auch mal schlecht gehen?

Kannst Du Schwäche und Verletzlichkeit zeigen oder geht es Dir immer gut? Lächelst Du, obwohl Dir gar nicht nach Lächeln ist? Nur damit Niemand sieht, wie es wirklich in Dir aussieht? Damit Niemand auf die Idee kommt, das Du innerlich schreist, heulst, wütest und am liebsten Alles hinschmeißen möchtest?

Ich höre und lese viel zu oft, das wir einfach nur ein Lächeln aufsetzen sollen und plötzlich ist alles gut. Und ja, das funktioniert natürlich auch oberflächlich betrachtet bis zu einem gewissen Grad ganz gut. Wir können uns durchaus in schlechten Momenten selbst aufrichten, indem wir lächeln und unsere Gedanken auf das ausrichten was wir gern hätten. Wir können unsere Stimmung anheben, wenn wir unseren Körper aufrichten, wenn wir in den Himmel schauen, wenn wir tanzen, auch wenn uns gar nicht danach zu Mute ist. Das Alles hilft wunderbar. Wir können sehr viel tun, um uns selbst Energie aufzubauen, doch wenn wir immer nur gut drauf sein wollen, ist die Gefahr groß, das wir Problemen in Wirklichkeit nur aus dem Weg gehen und Belastendes nicht auflösen, sondern es weiterhin mit uns herumtragen ohne das Alles wirklich sehen zu wollen.

Und genau das macht alles noch viel schlimmer. Denn das Alles stapelt sich in uns auf. Es wird immer anstrengender das alles wegzudrücken, wenn wir immer nur schlucken und nichts aus uns heraus lassen. Und irgendwann sind wir in uns so dicht, so fest, so voll, das wir Negatives gar nicht mehr aushalten können. Und dann ist es so richtig schwierig an den ganzen Frust heranzukommen, den wir in uns aufgesammelt haben, weil uns das Alles sehr schnell aus den Latschen haut und zuviel auf einmal aus uns heraus kommt. 

Was tun wir uns selbst und Anderen in Wirklichkeit an, wenn wir unseren Frust nicht sehen wollen und ihn versuchen wegzuschweigen?

Meist können wir dann nur noch Positives aushalten und trauen uns gar nicht mehr an Negatives heran. Können Belastungen nicht beim Namen nennen. Wir sehen lieber weg und übergehen uns selbst, nehmen uns nicht wirklich ernst und gehen genauso auch mit Anderen um. Ganz einfach, weil wir es gar nicht aushalten können. Weil wir in uns vollkommen dicht sind und deswegen Negatives gar nicht mehr bearbeiten können. Nicht durchlässig genug sind, um damit umgehen zu können. Und genau dieses Aushalten können von Negativität und von Problemen ist besonders schwierig, wenn wir mit Menschen zu tun haben, die über ihre Gefühle, über ihren Frust oder ihre Sorgen gar nicht sprechen können. Die sich überhaupt nicht mehr trauen sich zu zeigen. Und nur oberflächlich kommunizieren. Die sich selbst nicht sehen und deswegen auch Niemanden anders wirklich sehen können und das auch gar nicht wollen, weil sie es gar nicht aushalten können.

Wie geht Dir das? Kannst Du es aushalten, wenn über Negatives gesprochen wird? Wenn Probleme beim Namen genannt werden oder willst Du das dann möglichst schnell weg haben und hast für Alles sofort eine Lösung parat ohne Dir das Problem überhaupt wirklich anzuhören? Ohne zu fühlen welches Leid dadrin steckt, um es wirklich auflösen zu können?

Wenn wir selbst innerlich so dicht sind, das nichts mehr reinpasst, dann können wir tatsächlich nicht zuhören, nicht mitfühlen, nicht da sein, denn da ist einfach kein Platz mehr in uns. Weder für Freude, noch für Leid. Und dann weichen wir nur noch aus, ziehen uns zurück oder wir setzen all unsere Energie dafür ein, die nicht bearbeiteten Emotionen und die vielen Enttäuschungen wegzudrücken, uns zu kontrollieren und leben nur eine Fassade. Eine Fassade, die wir selbst gut aushalten können, denken wir, und von der wir glauben, das sie für Andere leichter zu ertragen ist. Das ist jedoch oft eine Illusion, denn wir können durchaus wahrnehmen, was mit uns wirklich los ist und Andere können das auch.

Und diese Fassade aufrecht zu halten, verbraucht all unsere Energie. Es ist anstrengend so zu tun als ob und uns zu verstellen. Und wenn wir es nicht mehr schaffen die Kontrolle aufrecht zu halten, wenn zuviele Kränkungen uns krank gemacht haben, wenn zuviel Frust uns lähmt oder wir einfach nicht mehr genug Energie zur Verfügung haben, um den Deckel auf dem Pulverfaß ruhig zu halten, dann wird es ganz dringend Zeit hinzusehen und den Frust in uns abzuarbeiten. Stück für Stück, Thema für Thema, damit wir wieder lockerer in uns werden und nicht mehr mit einem eingefrohrenen Lächeln durch die Welt laufen und so tun als ob alles immer toll wäre, auch wenn es das gar nicht ist. Denn das ist eine Form der Erstarrung, die wir durchaus erkennen können und die uns gar nicht gut tut.  

Wie kannst Du Dir jetzt Deine Energie zurückholen, die Du dafür einsetzt den alten Frust in Schach zu halten?

Was kannst Du tun, um Dich selbst mehr zu fühlen und leichter mit Positivem und auch Negativem umzugehen?

Deine ganze Energie holst Du Dir nur zurück, wenn Du Dich traust dort hinzusehen, wo es gerade nicht so toll läuft. Wenn Du bereit bist Dir Deine ganzen Enttäuschungen anzusehen, Deinem Bedauern nicht mehr ausweichst und Dich Deinem Frust stellst.  

Hinsiehst, Deinen Schmerz wahrnimmst, um wirklich das aufzulösen, was Dich niederdrückt, was Dich frustriert, um eben nicht nur auszuweichen, sondern um wirklich Alles zu klären und es innerlich zu verdauen. Dich in Dir aufzuräumen und eben nicht nur ein Lächeln aufzusetzen und zu sagen: „Geht schon. Ist nicht so schlimm.“ Doch ist es und nur indem wir das anerkennen, können wir all den Schmerz in uns auflösen. 

„Ich selbst konnte das Wegschieben von Schmerz und Frust übrigens lange Zeit sehr sehr gut und fand es unglaublich schlimm, wenn Andere nur über ihre Probleme sprachen, sich beklagten oder nur negativ waren. Ich bin zu dieser Zeit selbst oft mit einem eingefrohrenen Lächeln herum gelaufen und habe es lange Zeit nicht bemerkt, das ich so nur auswich, das ich gar nicht mehr auf meine Probleme sehen konnte und mir nicht erlaubte frustriert zu sein. Es brauchte den Spiegel meines Lebenspartners, der so wunderbar lächeln kann, wenn es ihm so richtig schlecht geht, das ich realisierten konnte:

„Hey, ich mache das genauso.“

Und aus diesem Grund habe ich die Frust loslassen Challenge →→→ entwickelt. Damit wir dem Negativen in uns nicht ausweichen, sondern hinsehen und uns unsere Energie wieder zurückholen können, die in altem Frust gebunden ist. Damit wir wieder echt kommunizieren können, freier in uns werden und wieder freudig lachen können. Echt und wirklich authentisch, ganz ohne ein Gefühl, das im Hintergrund noch ein „Na, ja, wenn das nicht gewesen wäre.“ in uns herum geistert und das Alles noch nicht ausreichend gesehen wurde. 

Was kannst Du nun also tun, um hinzusehen und Dir Deine Energie jetzt zurück zu holen?

Lerne Dich zu öffnen und so stark zu sein, das Du Dich traust Schwäche zu zeigen. Es nützt nichts, so zu tun als ob alles gut ist, wenn es das gerade nicht ist. Dich  abzulenken oder Dich zu übergehen. Und all das Negative zu verschweigen, das Dich belastet. Gerade in Gesprächen mit Menschen, die uns nahestehen, verhindert das, das wir uns miteinander verbinden. Das wir füreinander da sind und mitfühlen. 

Mitfühlen tun wir eh meist ohne das wir das so richtig gut verhindern können, wir können zwar wegsehen, es übergehen und doch ist Alles was nicht gesagt wird da. Fühlbar für Alle und Jeden. Doch es wird sofort leichter, wenn genau das an- und ausgesprochen wird, was im Hintergrund sonst unterdrückt werden muss. Wenn das thematisiert wird, was Beide oder alle Gesprächsteilnehmer*innen viel zuviel Energie kostet, den der nicht spricht und die, die das aushalten müssen, das etwas im Raum steht, das keinesfalls angesprochen werden darf. Das ist wie ein heißes Eisen, das vor sich hinschwelt und Keiner traut sich das glühende Eisen anzufassen oder darauf aufmerksam zu machen. Doch es strengt unglaublich an etwas zu übersehen, etwas wegzudrücken, das laut Aufmerksamkeit einfordert…. im Hintergrund.  

Das soll Dich jetzt nicht ermuntern Dich unaufhaltsam in allen Schwierigkeiten und Problemen zu suhlen, im Selbstmitleid zu versinken und keinen Ausweg mehr zu finden, sondern Dich selbst nicht zu übergehen. Dich ernstzunehmen mit Deinen Emotionen, mit Deiner Angst, mit Deiner Sehnsucht oder Traurigkeit. Dich mit Allem anzunehmen was in Dir ist, um so auch mit Anderen umgehen zu können. Um Andere ernst nehmen zu können mit Allem was sie ausmacht und was sie belastet. Damit ein glühendes Eisen im Hintergrund eben keinen Flächenbrand verursacht, sondern rechtzeitig aufgelöst wird.

Es ist wichtig, das wir uns selbst nicht übergehen und so auch Andere besser verstehen können. Verständnis haben. Für uns selbst und für Andere. Das wir das, was uns belastet wirklich ansehen, unsere Probleme lösen, damit wir auch Freude wieder mehr Raum geben können. 

Damit wir echt lächeln können und uns gegenseitig angenommen fühlen. In der Freude und im Schmerz. Mit Allem was zu uns gehört.

Ich freue mich auf Deine Kommentare und auf Deine Sichtweise auf Frust, Negatives und wie Du damit umgehst. Ob Du Dir Deinen Frust erlauben kannst oder ob Du Negativem ausweichst und genauso wie ich lange Zeit eher mit einem eingefrohrenen Lächeln durch die Gegend läufst.

Sandra Carmen

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Sieh Dir hier im Video an, was Du bei Frust tun kannst:

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